Perspektive 50plus

Miezen und „Perspektive 50plus“ – eine Kooperation als Glücksfall für beide Seiten

Hochleistungssportlerinnen und Langzeitarbeitslose, bereits über 50 Jahre alt, sprechen sich auf den ersten Blick nicht wirklich an. Dahinter steckt allerdings eine Kooperation, die im Projekt „Perspektive 50plus“ mittlerweile eine der tragenden Säulen ist, um Langzeitarbeitslose wieder ins Berufsleben einzugliedern. Die Bundesliga-Handballerinnen der DJK/MJC Trier, in der Region besser bekannt als Miezen, sind für das Gesundheitsmanagement verantwortlich , wollen den Teilnehmern zeigen, dass es nicht immer Höchstleistungen sein müssen, um körperlich aktiv zu werden.

„Die Teilnehmer sollen merken, dass es gut tut sich zu bewegen, dass es Spaß macht und Sport nicht immer mit  Schweiß und Arbeit zu tun hat. Wir wollen ihnen nichts aufzwingen“, sagt Franziska Garcia und ergänzt: „Wenn ich sage, sie müssen, ist die Motivation von Anfang an gleich Null. Da würden wir nicht viel erreichen.“ Die 30-Jährige ist neben Linsey Houben, Sanne Backhed, Celine Michielsen und Maxime Struijs eine von fünf Miezen-Spielerinnen, die im Gesundheitsmanagement innerhalb des Projekts „Perspektive 50plus“ aktiv sind.

Zwei Mal in der Woche mit der einfachen Devise: Kein Pflichtprogramm, sondern ein breites Angebot, zu dem unter anderem Entspannungseinheiten, gymnastische Übungen oder Vorträge über beispielsweise Ernährung oder gesunde Lebenseinstellung zählen. „Oder wir gehen eine Runde raus und zeigen den Teilnehmern wie man auf spielerische Art und Weise etwas für die eigene Gesundheit tun kann“, erzählt Garcia.

Franz Donkers, Projektleiter des Beschäftigungspaktes West-Süd-West „Hand drauf!“, ist sehr glücklich über die bestehende Kooperation und sieht sich in seiner Entscheidung, das Gesundheitsmanagement 2009 mit ins Programm zu nehmen, bestätigt: „Gesundheit ist eine entscheidende Säule auf dem Weg zurück ins Berufsleben. Der Einsatz der Bundesliga-Spielerinnen ist dabei ein wichtiger Baustein.“

Anton Herzog, Projektleiter für die Vermittlungszentren in Trier-Saarburg und Trier-Stadt, schlägt in die gleiche Kerbe und ist stolz, dass man Spitzensportlerinnen für den Gesundheitssektor gewinnen konnte. „Diese Zusammenarbeit ist für beide Seiten ein Glücksfall“, schwärmt Herzog, der weiß, dass die Teilnehmer in vielen Bereichen von den Leistungssportlerinnen profitieren: „Die Mädels verstehen es einerseits mit ihrer Leichtigkeit zu motivieren, gleichzeitig zeigen sie aber auch, was man mit Ehrgeiz und Disziplin erreichen kann.“

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