Auswärtssieg in Hannover: Miezen erkämpfen Rang 3

Mit 27:34 (15:17) sind die Trierer Miezen erfolgreich in das neue Handballjahr gestartet. Der Punktgewinn bei der HSG Hannover-Badenstedt war zugleich der fünfte Auswärtserfolg des Teams von Cristina Cabeza Gutiérrez, das somit in der Ferne wiedermal einen kühlen Kopf wahrte.

Dabei waren die Moselstädterinnen äußerst früh in den 13. Spieltag gestartet, Abfahrt in die niedersächsische Landeshauptstadt: 05:40 Uhr, und das trotz Minusgraden und Eisglätte. Vor den 300 Zuschauern im Schulzentrum Badenstedt präsentierten sich die Miezen keineswegs unausgeschlafen und festgefroren, sondern kämpften sich gleich in die Partie. Die Zuschauer am Salzweg wurden Zeugen eines ausgeglichenen Anfangs: Von 4:4 (5.), über 8:8 (14.) bis zum 11:11 (21.) durch Hannovers Mieke Düvel verlief das 7. Heimspiel des starken Liganeulings der HSG durchaus offen. Beim 11:13 (23.) durch Dora Simon Varga konnten sich, die in rotweißen Auswärtsttrikots antretenden Miezen erst mit zwei Toren und letztendlich mit 11:14 (25.) durch Lucia Weibelova absetzen. Die Führung sollte sich als goldwert erweisen – mit 15:17 ging es in die Halbzeit.

Netzte ihre acht Strafwürfe souverän: Dora Simon Varga

Acht Strafwürfe – acht Tore, absolut souverän beim 7m: Dora Simon Varga

Gleich zum Anpfiff des zweiten Durchgangs erhöhte Triers slowakische Nationalspielerin Andrea Czanik auf 15:18 (31.), das Team aus der Römerstadt erhöhte auch insgesamt die Schlagzahl und zog davon, es folgten die 4-Tore-Führung 15:19 (33.) sowie der erstmalige Vorsprung von 5 Treffern (18:13, 40.). Die Miezen hatten das Türchen zum Sieg nun ganz weit aufgestoßen, Triers Mazedonierin Angela Petrovska besorgte die 7-Tore-Führung 19:26 (43.). Als Celina Friede zwischen den HSG-Pfosten aufgrund eines Wechselfehlers vom Schiedsrichtergespann Sebastian und Matthias Linke mit einer 2-Min-Zeitstrafe (55.) belegt wurde, netzte Lucia Weibelova zum 26:33 (55.) ein, die Messe war gelesen. Mit der Schlusssirene erzielte Triers Nr. 66 Dora Simon Varga ihren zwölften Treffer und besorgte den Endstand, die gebürtige Ungarin erwischte mit einer hundertprozentigen Ausbeute von der Siebenmetermarke (8/8) einen ganz starken Start ins neue Handballjahr. Nicht minder stark war Holländerin Linsey Houben, die 8 Treffer beisteuerte und über die volle Distanz von 60 Minuten auf dem Spielfeld stand.

Nach dem Abpiff war Miezentrainerin Cabeza Gutiérrez äußerst zufrieden mit ihrer Mannschaft: „Wir haben eine sehr gute Partie im Angriff abgeliefert, mit viel Geduld und viel Bewegung ohne Ball.“ „In der Abwehr standen wir kompakt“, so die 39-jährige, „wir konnten einige Fehler korrigieren, und haben ziemlich stark verteidigt.“ Die Spanierin an der Trierer Seitenlinie ist von der Entwicklung ihrer Mannschaft überzeugt und freut sich bereits auf die kommenden Spiele: „Die Mannschaft wächst weiterhin und wenn wir weiterhin so trainieren wie in den letzten beiden Wochen, werden wir, genau wie heute, weiterhin Punkte einfahren.“

„Die Liga ist insgesamt sehr ausgeglichen“, so Geschäftsführer Jürgen Brech, „Hannover hat als Aufsteiger eine gute und dynamische Mannschaft, die uns am Anfang der Partie sehr gefordert hat.“ „Wir hatten in der Abwehr Verbesserungspotential, waren im Angriff dafür aber konzentriert und haben echten Willen gezeigt“, so der Miezenchef. „Es war heute insgesamt eine sehr gute Mannschaftsleistung, das Kollektiv hat einfach wieder gepasst.“

Für die Miezen am Ball: Kockler, Gubernator – Constantinescu, Czanik (3), Greinert, Houben (8), Knoroz, Petrovska (1), Simon Varga (12/8), Weibelova (6), Zrnec (1), Sattler, Welter (3)

Ihre nächste Partie bestreiten die Miezen am kommenden Samstag (14.01) im Heimspiel gegen den SV Union Halle-Neustadt, Anwurf in der Arena Trier: 19:30 Uhr.

 

Veröffentlicht in Bundesliga

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